Die Traditionsmannschaft des TSV 2000 Rothenburg sicherte sich nach 7,5 Stunden Hallenzauber in der Bleiche-Halle den Meistertrunkhumpen. Das Endspiel gegen den Kreisklassisten aus Schillingsfürst gewannen die Allstars denkbar knapp, aber verdient mit 2:1.

Das Turnier begann gleich mit einem richtigen Kracher zwischen dem TUS Feuchtwangen und dem TSV 2000 Rothenburg I. Am Ende setzte sich der TUS mit 1:0 durch. Die Rothenburger ließen sich durch diese Niederlage jedoch nicht beirren und fuhren in den darauffolgenden 3 Spielen 3 Siege (3:2 gegen den FC Dombühl, 2:1 gegen die SpVgg Gammesfeld und 4:1 gegen den TSV Schnelldorf) ein und zogen souverän als Gruppensieger in die Vorschlussrunde ein. Ganz anders lief es beim TUS, welcher nach dem Auftakterfolg keinen einzigen Zähler mehr einfahren konnte und somit nur den letzten Tabellenplatz nach der Vorrunde belegte. Das zweite Halbfinalticket sicherte sich der FC Dombühl, mit 9 Punkten aus 4 Spielen.
Die zweite Gruppe war noch einen Tick spannender als die erste. So hatten am Ende 4 Mannschaften 7 Punkte auf dem Konto und nur das Torverhältnis konnte über das Weiterkommen entscheiden. Der VFB Franken Schillingsfürst ging somit als Gruppensieger in das Halbfinale, da man mit +5 Toren die beste Tordifferenz aller 4 Kontrahenten hatte. Den zweiten Platz sicherte sich die Rothenburger Traditionsmannschaft nur auf Grund eines mehr erzielten Treffers gegenüber dem ESV Ansbach Eyb. Mit dem 4. Platz musste sich der SVV Weigenheim zufrieden geben. Der TSV 2000 Rothenburg möchte sich an dieser Stelle noch einmal beim SVV bedanken, da dieser kurzfristig für den FSV Bad Windsheim eingesprungen ist, welcher auf Grund von Spielermangel absagen musste. Ohne Punkt blieb in dieser Gruppe die 2. Mannschaft des TSV 2000 Rothenburg.
Die Halbfinals waren an Spannung kaum zu überbieten. Los ging es mit dem Aufeinandertreffen des Gastgebers TSV 2000 Rothenburg I und der Traditionsmannschaft. Die Allstars gingen gleich zu Beginn durch Timothy Nicolaus, nach schöner Vorarbeit von Philipp Pless, in Führung. Doch die Hausherren zeigten sich keinesfalls geschockt und glichen durch ein Traumtor von Simon Lederer postwendend aus. Kurze Zeit später erzielte Julian Herz die erstmalige Führung für den TSV 2000. Die Zuschauer kamen in diesem Halbfinale voll auf ihre Kosten, denn Christian Moser konnte sofort wieder zum 2:2 ausgleichen. Als Maximilian Haag dann zum 3:2 für den TSV 2000 einschoss, sah man schon wie der sichere Sieger aus. Kurz vor Schluss konnten die Allstars aber doch noch durch einen verwandelten Strafstoß von Freddy Skurka zum 3:3 ausgleichen. So kam es wie es kommen musste und das 9-Meter-Schiessen musste über den Einzug ins Finale entscheiden. Auch das 9-Meter-Schiessen war nichts für schwache Nerven. Bis zum 5. Schützen war alles ausgeglichen. Als die Rothenburger den letzten 9m daneben setzten, hatte Freddy Skurka die Entscheidung auf dem Fuß, doch auch er konnte dieses Drama nicht beenden und vergab seinen 9m. Nun war es den Torhütern vorbehalten das Spiel zu beenden. Sebastian Glogger trat für den TSV 2000 an, konnte jedoch nicht verwandeln. Steffen Dürr, Torhüter der Allstars, machte es besser und verwandelte sicher zum 7:6 Entstand. Die Traditionsmannschaft hatte somit das Glück etwas auf ihrer Seite und zog ins Endspiel um den Meistertrunkhumpen ein. Die starken Gastgeber mussten sich mit dem undankbaren Spiel um Platz 3 zufrieden geben.
Das zweite Halbfinale war ein wahres Lokalderby zwischen dem VFB Franken Schillingsfürst und dem FC Dombühl. Der alles entscheidende Mann in diesem Spiel war der Spielertrainer des VFB Schillingsfürst Tim Hahn, welcher alleine 3 Tore für seine Farben erzielen konnte. Auch hier ging es wieder hin und her. Die VFB’ler konnten 2mal in Führung gehen, doch jedes Mal hatte der FC Dombühl die richtige Antwort parat. Schillingsfürst drängte immer weiter auf die Führung und wurde durch das 3:2 durch Alexander Grams belohnt. Dieses Mal konnte man die Drangphase der Dombühler jedoch unbeschadet überstehen und sogar den vierten Treffer nachlegen. Diese 2-Tore-Führung gaben die Schillingsfürster nicht mehr aus der Hand und zogen durch einen couragierten Auftritt ins Endspiel ein.
Das Spiel um den dritten Platz zwischen dem TSV 2000 Rothenburg I und dem FC Dombühl war dann eine einseitige Angelegenheit. Die Gastgeber konnten schnell durch Roman Ganske, nach schöner Vorarbeit von Sebastian Treiber in Führung gehen. Auch das 2:0 ging auf das Roman Ganske, welcher sich dieses Mal bei Julian Herz für eine mustergültige Vorarbeit bedanken konnte. Als Max Haag das 3:0 nachlegen konnte, war die Messe in diesem Spiel gelesen. Den Schlusspunkt setzte Simon Lederer mit dem 4:0. Die Heimmannschaft sicherte sich somit den 3. Platz auf dem Podium.
Das Finale zwischen der Traditionsmannschaft und dem VFB Franken Schillingsfürst war dann wieder eine ganz enge Kiste. Die ersten 8 Minuten des Finals wurden klar von den Allstars bestimmt, welche die VFB’ler in der eigenen Hälfte einschnürten. Die erste Gelegenheit hatte Timothy Nicolaus, dessen Freund der Pfosten an diesem Tage jedoch nicht war. Freddy Skurka war es dann vorbehalten, seine Mannschaft mit 1:0 in Führung zu bringen. Nach einem Schnitzer in der Abwehr lief er alleine auf den Torhüter des VFBs zu und ließ diesen mit einer gekonnten Körpertäuschung aussteigen, der Rest war dann nur noch Formsache. Ingo Scheerer und Timothy Nicolaus hätten die Führung vor dem Seitenwechsel noch ausbauen können, scheiterten jedoch wiederholt am Keeper der Schillingsfürster. Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt ein wenig und Schillingsfürst kam immer besser ins Spiel. Belohnt wurden sie durch den Ausgleich von Carsten Simoleit. Doch jetzt machte sich die Erfahrung der Allstars bemerkbar, welche den Ausgleich sofort wegsteckten und die Führung durch Daniel Pareo erzielten. Als Philipp Pless die Riesenchance zum 3:1 ausließ, schöpften die tapferen Schillingsfürster noch einmal Mut und drängten in den Schlusssekunden auf den Ausgleich, doch war es ihnen nicht vergönnt den Ausgleich zu erzielen.
So konnten die Allstars den Meistertrunkhumpen, übergeben von Oberbürgermeister Walter Hartl, als durchaus verdienter Sieger in die Höhe recken.
Als bester Spieler des Turniers wurde Freddy Skurka ausgezeichnet, welcher die Zuschauer ein ums andere Mal, durch seine nahezu perfekte Technik, zum Staunen brachte. Der Titel des besten Torhüters ging an Steffen Dürr, der besonders im Halbfinale gegen den TSV 2000 Rothenburg I mit außergewöhnlichen Paraden glänzen konnte.Die meisten Treffer des Turniers erzielte Dirk Müller vom SVV Weigenheim (7 Treffer). Der Preis für diese 3 Spieler ist ein Wochenende mit einem exklusiven Audi, zur Verfügung gestellt vom Autohaus Nölscher.
Des Weiteren wurde jeder 10. Treffer mit einem Sixpack Bier belohnt, welcher von Getränke Mayer gesponsert wurde. So durften sich insgesamt 10 Spieler über diesen Preis freuen, da überragende 104 Tore beim diesjährigen Meistertrunkturnier erzielt wurden.
Alles in allem war es ein absolut gelungenes Turnier, mit schönem Ambiente (Sektbar, Fernsehecke von ROnAir.TV, klasse ausgestatte Essens- und Getränketheke, usw.) und überwiegend fairem und sehr ansehnlichem Budenzauber.