Am Ende gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore schießt und am wenigsten zulässt. Logisch, oder? Diese Rechnung geht zwar nicht immer auf, in der 21. Auflage des traditionellen Rothenburger Turniers um den Meistertrunkhumpen allerdings schon. Der TUS Feuchtwangen erzielt mit 12 Treffern die meisten Tore und stellt mit nur 5 Gegentoren (in 5 Spielen) auch die beste Abwehr und hat mit Thore Beck zudem den besten Torhüter des Turniers.

Tempo, rasante Zweikämpfe und packende Torraumszenen. So präsentiert sich der moderne Hallenfussball auch in der gut besuchten Rothenburger Schulsporthalle an der Bleiche. Der spätere Turniersieger startet in der Gruppe B zwar mit einem 3:0 gegen die Rothenburger „Zweite" recht passabel in das Turnier, kämpft sich dann aber mit zwei Unentschieden gegen die SpVgg Gammesfeld (2:2) und den FV Uffenheim (1:1) in die Halbfinalspiele. Erster in der Gruppe B wird die SpVgg Gammesfeld mit zwei Siegen über Uffenheim (2:1) und Rothenburg II (3:1). Für Rothenburg II (3 Punkte) und Uffenheim (1 Punkt) bleiben nur Platz 3 und 4.
In Gruppe A startet die Rothenburger „Erste" zunächst mit einem 0:0 gegen den ESV Ansbach, gewinnt dann aber die weiteren Vorrundenspiele gegen den TSV Schnelldorf (4:1) und den FSV Bad Windsheim (2:0) klar und qualifiziert sich für das Halbfinale. Der Zweite Platz in dieser Gruppe ist sehr umkämpft. Letztlich folgt auch der ESV Ansbach als Gruppenzweiter mit 4 Punkten in das Semifinale. Für Bad Windsheim und Schnelldorf bleiben mit jeweils 3 Punkten nur die Plätze.
Im ersten Halbfinale zwischen Rothenburg I und dem TUS Feuchtwangen sehen die Zuschauer von Beginn an einen stürmisch angreifenden Gastgeber. Ungenaue Anspiele und übertriebene Einzelaktionen ermöglichen jedoch den cleveren Feuchtwangern ein deutliches 4:1. Im anderen Halbfinale behält die SpVgg Gammesfeld verdient mit 3:2 die Oberhand gegen den ESV Ansbach/Eyb.
Im Spiel um Platz 7 und 8 zwischen dem TSV Schnelldorf und dem FV Uffenheim gelang dem FV sein einziger Sieg im Laufe des Turniers. Im Anschluss daran gelingt der Rothenburger „Zweiten" im Spiel um Platz 5 ein 3:2 gegen den FSV Bad Windsheim. Im „kleinen" Finale gehen die Ansbacher gegen Rothenburg I schnell mit 2:0 in Führung. Mit viel Engagement und Kampfgeist gelingt es den TSVlern jedoch den Spieß noch zu drehen um mit einem 4:2 letztlich verdient den Platz als Sieger zu verlassen.
Auch das Finale schien nach der 2:0 Führung des TUS bereits entschieden. Doch nach dem Anschlusstreffer der Gammesfelder blieb das Spiel spannend bis zum Schluss und die Feuchtwanger konnten den Sieg mit einem Schluck aus dem Meistertrunkhumpen gebührend feiern.

Die Trainer wählten Thore Beck vom TUS zum besten Torhüter und Lars Langenbuch zum besten Feldspieler des Turniers. Florian Amann vom TSV 2000 Rothenburg I wurde mit 5 Treffern Torschützenkönig.
Ein Lob gilt den 3 Schiedsrichtern Werner Lutz (TSV Geslau), Valerie Hubert (SV Wettringen) und Christoph Maul (VfB Schillingsfürst), die alle 18 Spiele - mit insgesamt 76 erzielten Toren - hervorragend leiteten.